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Die Darstellung des Tals in Kleists Novelle ,,Das Erdbeben in Chili" passt meiner Meinung nach mit dem locus amoenus als Handlungsort gesellschaftlicher Utopie zusammen, da das Tal in der Geschichte einen Ort darstellt an dem sich zwei Liebende treffen, in diesem Fall Jeronimo und Josephe. Außerdem halten dort die Menschen zusammen, Don Fernando und seine Familie unterstützen Josephe und Jeronimo trotz ihres "Verbrechens" und behandelt sie wie Gleichgesinnte und nicht wie zwei Menschen die gegen die Regeln der Ständegesellschaft verstoßen haben. Im Gegensatz zu der Kirche in der Stadt, wo die Menschen sich gegen die beiden auflehnen und ihnen die Strafe geben wollen die ihnen gebührt. Meister Pedrillo der Anführer der Leute die gegen Jeronimo und Josephe sind, hat dort zwischen vielen Gleichgesinnten ein gewisses Gefühl der Macht und traut sich gegen die beiden auszusagen. Wäre er den beiden alleine im Tal begegnet, hätte er sich womöglich nicht gegen sie aufgelehnt. Im Tal nach dem Erdbeben helfen sich die beiden Familien, jetzt wo sie beide in Not sind, da die Stadt nun mehr in Trümmern liegt und sie sich auch teilweise zwanghaft zusammentun müssen um zu überleben. Es ist möglich, dass unter anderen, weniger extremen Umständen die Familie um Don Fernando anders zu Josephe und Jeronimo gestanden hätten doch dies lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.

Da in dem locus amoenus wie in der Novelle von Kleist die Harmonie zwischen den Menschen beibehalten wird, geht auch die literarische Bedeutung dieses Ortes nicht verloren.

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